Berufliche Orientierung: Oft sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied machen

Berufliche Orientierung: Oft sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied machen

Wie können Unternehmen junge Menschen für ihre Berufe begeistern? Und was brauchen Schulen, Eltern und Betriebe, damit berufliche Orientierung besser gelingt?


Darüber haben wir beim 19. Lausitz Café in Niesky gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Schulen, Unternehmen, Elternschaft und Institutionen diskutiert.
Besonders spannend: Viele der entwickelten Ideen sind niedrigschwellig und können sofort oder mit geringem Aufwand umgesetzt werden.

Unternehmen und Berufsfelder sichtbarer machen
Junge Menschen informieren sich heute anders als noch vor wenigen Jahren. Deshalb wurden Social-Media-Beiträge als eine der einfachsten Möglichkeiten genannt, um Einblicke in Berufe und den Arbeitsalltag zu geben.
Dabei gilt: Authentisch schlägt perfekt.
Wer sich nicht zu ernst nimmt, echte Mitarbeitende zeigt und auch mal mit einem Augenzwinkern kommuniziert, wirkt oft glaubwürdiger als aufwendig produzierte Hochglanzwerbung.

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Gemeinsam mehr Reichweite schaffen
Gerade kleine Unternehmen verfügen häufig nicht über eigene Marketingabteilungen. Deshalb entstand die Idee, Kräfte zu bündeln.
Bestehende Netzwerke und Kanäle wie der INSIDER können dabei helfen, Inhalte gemeinschaftlich sichtbar zu machen. Gleichzeitig können Betriebe bei der Erstellung von Fotos und Videomaterial unterstützt werden, sodass hochwertige Inhalte nicht nur großen Unternehmen vorbehalten bleiben.

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Praktika dürfen nicht am Aufwand scheitern
Ein weiterer wichtiger Diskussionspunkt war die Situation kleiner Betriebe und Soloselbstständiger. Während Praktika für Jugendliche enorm wertvoll sind, bedeutet die Betreuung oft einen erheblichen Zeitaufwand und teilweise sogar Einnahmeeinbußen.
Wenig bekannt ist, dass einige Schulen hierfür bereits Unterstützungsmöglichkeiten bieten. Praxisberater verfügen teilweise über Budgets, mit denen entsprechende Angebote vergütet werden können.
Auch für Ganztagsangebote (GTA) stehen an Schulen finanzielle Mittel zur Verfügung. Wer sich als Unternehmen oder Selbstständige bzw. Selbstständiger einbringen möchte, sollte daher aktiv das Gespräch mit Schulen suchen.

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Fotos: Paul Glaser

Und die Eltern?
Ein weiteres Ergebnis des Abends: Eltern sind nach wie vor die wichtigsten Berater ihrer Kinder bei der Berufswahl. Sie früh und gezielt einzubinden wurde deshalb als entscheidender Hebel für erfolgreiche berufliche Orientierung identifiziert. In der Diskussion wurde darüber gesprochen, über welche Kanäle Eltern am sinnvollsten die vielen Informationen zur beruflichen Orientierung erhalten können und wie diese Maßnahmen umgesetzt werden können.

Vielen Dank an alle Teilnehmenden für die offenen Diskussionen und die vielen praxisnahen Ideen. Die Gespräche haben gezeigt: Gute berufliche Orientierung beginnt nicht erst bei der Bewerbung, sondern durch viele kleine Begegnungen zwischen Jugendlichen, Eltern, Schulen und Unternehmen.

Sie möchten mehr über die Möglichkeiten der beruflichen Orientierung im Kreis Görlitz erfahren? https://www.insider-goerlitz.de

Team Lebenslanges Lernen der Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz mbH, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Sie möchten auch ein Lausitz Café zu einem Thema aus Ihrer Gemeinde oder Ihrem Wirkungskreis durchführen? Wir organisieren und moderieren das gerne, schreiben Sie uns an: Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. 

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