Unternehmensnachfolge, Zukunftsfähigkeit, Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Sport und die Frage, wie Strukturwandel vor Ort verständlicher und greifbarer werden kann.
Das waren die Themen des gemeinsam mit der Handwerkskammer Dresden organisierten Lausitz Cafès mit dem Titel „Wer macht morgen das Licht noch an?!“ im Görlitzer Kühlhaus am 5. Mai 2026.
Gemeinsam haben wir versucht, große Begriffe des Strukturwandels herunterzubrechen. Verständlich, nahbar und so, dass auch junge Menschen besser nachvollziehen können, worum es eigentlich geht. Als Taskforce Strukturwandel der ENO mbH erfahren wir regelmäßig, wie schwer sich die Menschen in unserer Region mit den großen Visionen des Kohleausstiegs und des damit verbundenen Strukturwandels tun. Aus den gesammelten Fragen und Antworten soll künftig ein kleines Strukturwandel-1x1 entstehen: mit Begriffen, Fragen und Erklärungen, die helfen, den Wandel in unserer Region besser zu verstehen.

Auch Unternehmen und Betriebe stecken mittendrin im Strukturwandel: Was passiert, wenn Nachfolgerinnen und Nachfolger fehlen? Welche Chancen bieten sich innerhalb der Transformation?
Das Handwerk braucht einen Imagewandel! Häufig beherrscht das Bild schwerer Arbeit und wenig Geld den Eindruck vom Handwerk. Gesellschaftliche Entwicklungen werden eher als Belastung und nicht als Chance dargestellt. In den letzten 30 Jahren resultierte daraus die Konsequenz, zum Weggehen aus der Lausitz zu raten oder auch sich einen sicheren Job in der Verwaltung zu suchen. Damit junge Menschen wieder Interesse daran haben sich im Handwerk zu verwirklichen, kann die Botschaft nur lauten: Trau dich! Mach es jetzt. Mach es besser. Digitalisierung kann Entlastung schaffen, Automatisierung kann den Fachkräftemangel kompensieren und neue Geschäftsmodelle ermöglichen jungen Menschen, im Handwerk eine Perspektive zu sehen.

Ein komplett neuer Wirtschaftszweig könnte dabei der gesamten Lausitz eine neue Richtung geben: der Sporttourismus. Auch das Handwerk sowie kleine und mittelständische Unternehmen könnten profitieren. Sie kommen als Produzenten und Dienstleister ins Spiel. Sporttouristen brauchen Sportgeräte und Ausrüstung, Übernachtungsmöglichkeiten und Schlechtwettervarianten z. B. in leerstehenden Industriehallen. Der moderne Campingtourismus und Radurlaube werden immer beliebter. Hier ergeben sich große Chancen für die gesamte Lausitz, für die regionale Wertschöpfung und potentielle Kooperationen mit regionalen Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
In den Gesprächen mit den Teilnehmenden wurde allerdings auch deutlich: Nachfolge ist nicht nur eine Frage von Interesse oder Mut. Lange Gewehrleistungsfristen und eine überbordende Bürokratie machen es für Nachfolgende schwer. Hier unterstützen die Kollegen der Handwerkskammer Dresden intensiv mit ihrem Projekt „Selbständig Lausitz“.
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