Was macht den Genuss unserer Region eigentlich aus? Sind es besondere Produkte, traditionelle Rezepte, regionale Gasthäuser – oder vielmehr die Menschen und Geschichten dahinter?
Das Projekt „Slow Life – Schaffung einer deutsch-polnischen Genussregion“ möchte genau diese Vielfalt auf beiden Seiten der Neiße sichtbar machen und miteinander verbinden.
Nach der wissenschaftlichen Grundlagenarbeit geht das deutsch-polnische Projekt nun zunehmend in die praktische Umsetzung. Im Mittelpunkt stehen die Gewinnung von Genusspartnern, die Entwicklung konkreter Angebote und einer gemeinsamen Genussroute sowie die Frage, wie das entstandene Netzwerk auch über das Projektende 2027 hinaus bestehen kann.
Wissenschaftliches Fundament für die Genussregion
Eine wichtige Grundlage dafür hat die Hochschule Zittau/Görlitz geschaffen. Der wissenschaftliche Bericht zum Projekt ist fertiggestellt und beschäftigt sich mit den Potenzialen der Region, einem gemeinsamen Verständnis von Slow Life und Genuss sowie den Anforderungen an eine zukünftige deutsch-polnische Genussregion.
Eine Kurzfassung ist bereits auf der Projektwebseite verfügbar. Ab Mitte Oktober 2026 soll der vollständige Bericht auch in gedruckter Form vorliegen.
Gesucht: Menschen, Produkte und Orte mit Geschmack
Ein entscheidender Schritt ist die Gewinnung von Genusspartnern auf deutscher und polnischer Seite. Gesucht werden regionale Produzenten, gastronomische Einrichtungen und Übernachtungsangebote, die sich mit der Idee des Projekts identifizieren und Teil des wachsenden Netzwerks werden möchten.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um Luxusgastronomie. Im Mittelpunkt stehen Regionalität und Saisonalität, Qualität, authentische Angebote und die Verbundenheit mit der Region. Eine kleine Manufaktur kann ebenso dazugehören wie ein landwirtschaftlicher Betrieb, ein Restaurant oder eine besondere Unterkunft.
Entscheidend sind die Menschen, Geschichten und Produkte, die unsere Region unverwechselbar machen. Gemeinsam mit diesen Partnern soll nun die Produktentwicklung vorangetrieben werden. Dazu gehören Angebote entlang einer zukünftigen Genussroute ebenso wie gemeinsame Marketingmaßnahmen, die besondere Genusspunkte auf beiden Seiten der Neiße besser sichtbar machen.

Eine Genussregion, die bleibt
Das Projekt läuft bis Ende 2027. Doch bereits heute stellt sich eine wichtige Frage: Was passiert danach?
Eine deutsch-polnische Genussregion kann nur dann dauerhaft erfolgreich sein, wenn Netzwerk, Marketing und Zusammenarbeit langfristig weitergeführt werden. Deshalb werden bereits jetzt verschiedene Trägermodelle geprüft.
Eine wichtige Rolle spielen dabei die Akteure aus der Region selbst. Bei den kommenden Arbeitsgruppentreffen sollen mögliche Organisationsformen diskutiert und gleichzeitig neue Produkte und Angebote entwickelt werden.
Am 30. November trifft sich die Arbeitsgruppe Gastronomie und Beherbergung im Landkreis Görlitz, am 7. Dezember folgen die regionalen Produzenten im Powiat Zgorzelec und am 10. Dezember die Touristiker im Landkreis Görlitz.
2027 wird Slow Life noch erlebbarer
Auch im kommenden Jahr steht die praktische Umsetzung im Mittelpunkt. Neben verschiedenen Marketingmaßnahmen ist bereits im Januar eine Genusswerkstatt in Zgorzelec geplant. Regionale Produkte, Kulinarik und Tourismus sollen dabei zusammengebracht werden. Externe Referenten, Produzenten und touristische Akteure sollen neue Impulse geben und Kooperationen anstoßen.
Wie viel Potenzial dafür vorhanden ist, zeigt bereits ein Blick in den Veranstaltungskalender der Region. Die Lausitzer Fischwochen, der Herbstmarkt mit Apfelsortenschau in Schleife, gemeinsames Sauerkrautmachen mit Slow Food Lausitz oder der polnische Kochwettbewerb „Powiat na talerzu“ in Zgorzelec stehen beispielhaft für die große kulinarische Vielfalt diesseits und jenseits der Neiße.
Genau diese bestehenden Angebote möchte Slow Life nicht ersetzen, sondern stärker miteinander verbinden und gemeinsam sichtbar machen.
Genuss kennt keine Grenze
Am Ende geht es bei Slow Life um mehr als gutes Essen. Regionale Produkte erzählen Geschichten über Landschaft, Landwirtschaft, Handwerk und Traditionen. Gastronomie und Tourismus machen diese Geschichten erlebbar. Und die Zusammenarbeit über die Neiße hinweg eröffnet die Möglichkeit, daraus etwas Neues und Gemeinsames entstehen zu lassen.
Die deutsch-polnische Genussregion nimmt Schritt für Schritt Gestalt an. Jetzt sind Produzenten, Gastronomen, Gastgeber und weitere Interessierte eingeladen, diesen Weg mitzugehen und ihre Ideen einzubringen.
Sie möchten Genusspartner werden oder kennen einen Betrieb, der gut zur Genussregion passen würde? Dann sprechen Sie uns gern an.
Kontakt: Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz mbH
Maja Daniel-Rublack
Email:

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